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Reichskanzlei / Wilhelmplatz / Voßstraße
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Fassade (Gesamtansicht)
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Palais Mosse (Voßstraße 22)
Bauzustand: 1930-1944
Adresse: Voßstraße 22/ Leipziger Platz 15

Das Grundstück, auf dem sich das Palais des Rudolf Mosse befand, erstreckte sich von der Voßstraße 22 bis zum Leipziger Platz 15. Rudolf Mosse war ein angesehener jüdischer Verleger. 1880 beauftragte er die Architekten Ebe und Benda das Gebäude Leipziger Platz 15 umzubauen und bis zur Voßstraße 22 zu erweitern. Das so entstandene Palais Mosse beherbergte nicht nur eine bedeutende Kunstsammlung, sondern dort verkehrten auch alle, die damals einen Namen in Kunst und Kultur hatten. So wurde das Palais bis Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts einer der gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkte Berlins. Die Einfahrt zum Ehrenhof des Palais des Verlegers Rudolf Mosse lag in der Voßstraße. 1932 ging der Verlag der Familie Mosse bankrott. Mit Adolf Hitler in der Regierung wurde ab 1933 massiv gegen Deutsche jüdischer Abstammung vorgegangen. So verließ die Familie Mosse Deutschland, nachdem sie unter dem Druck der Nazis auch den Rest ihres Besitzes verloren hatte. Das Palais wurde ab 1934 Sitz der „Akademie für Deutsches Recht“ und die wertvolle Skulptur des Ehrenhofes durch einen Löwen des Bildhauers August Gaul ersetzt.1945 wurde das Palais während der Kampfhandlungen teilweise zerstört. 1947-48 erfolgte der Abriss der Ruine. 1995-1997 wurde auf dem Grundstück das neue Palais Mosse errichtet, welches an den historischen Bau erinnern soll. Das American Jewish Committee (AJC) eröffnete am 09. 02. 1998 hier sein Deutschland - Büro und die Europa - Repräsentanz.