Galerie
Reichskanzlei / Wilhelmplatz / Voßstraße
Wilhelmstraße 77 / Wilhelmstraße 78 / Voßstraße 2 / Voßstraße 4 / Voßstraße 5 / Voßstraße 6 / Hermann-Göring-Straße 16 und 17 / Ehrenhof / Parkanlage
Fassaden
Straßenfassade (Gesamtansicht)
/ Straßenfassade (Detail) / Gartenfassade (Palais) / Gartenfassade (Speisesaal)

Innenräume
Kongresssaal / Speisesaal / Schnitt durch Speisesaal und Führerbunker

Führerbunker und Keller des Speisesaals

Kannenberggang / Treppenhaus / Nördlicher Kellergang / Bunker (Haupteingang) / Bunker (Nebeneingang) / Bunker (Notausgang) / Bunker (Wache) / Bunker (Flur) / Bunker (Maschinenraum)
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Palais Schulenburg / Palais Radziwill / Reichskanzlerpalais / Reichskanzlei / Alte Reichskanzlei / Führerwohnung
Bauzustand: 1937-1943
Adresse: Wilhelmstraße 77

1738/39 wurde die Alte Reichskanzlei als ein Adelspalais durch Carl Friedrich Richter errichtet. Nachdem das Barockpalais des Öfteren seine Besitzer wechselte, kaufte Otto von Bismarck das Gebäude 1869 für Zwecke der Preußischen Staatsregierung an. Bismarck wohnte zu dieser Zeit noch im benachbarten Auswärtigen Amt und wollte nicht, dass das Palais dasselbe Schicksal ereilt, wie kurz zuvor das Palais Voss. Dieses wurde abgerissen, um das Grundstück aufzuteilen und auf ihm die Voßstraße errichten zu können. 1875 wurden Grundstück und Palais für das Deutsche Reich erworben und das Palais sollte von nun an als Wohn - und Amtssitz des jeweiligen Reichskanzlers genutzt werden. 1875-78 erfolgte ein Umbau, der nach Plänen von Georg Joachim Wilhelm Neumann ausgeführt wurde. Nach dem Abschluss dieser Umbauten nutzte Bismarck das Palais als Residenz. Des Weiteren richtete er hier die neu gegründete Behörde "Zentralbureau des Reichskanzlers" ein und schlug die Umbenennung des Palais in Reichskanzlei vor. Noch im selben Jahr ging die Reichskanzlei als Tagungsort des Berliner Kongress zur Regelung der Balkanprobleme in die Geschichte ein. Die Tagung fand im Festsaal, der sich in der Mitte des Obergeschosses befand, unter der Vermittlerrolle Bismarcks statt. Der Festsaal wurde danach als Kongresssaal bezeichnet. 1934-35 erfolgten ein erneuter Umbau sowie die Neueinrichtung der Wohn - und Arbeitsräume für Adolf Hitler durch Paul Ludwig Troost. 1938 wurde von Albert Speer der Eingangsbereich umgebaut. Er gliederte zudem die Reichskanzlei architektonisch in die von ihm zwischen 1938 und 1939 errichtete Neue Reichskanzlei ein. Von nun an wurde das Palais als Alte Reichskanzlei bezeichnet. Im März 1945, noch während man Bombenschäden reparierte, wurde der Kongresssaal der Alten Reichskanzlei durch einen Volltreffer zerstört. Der Gesamtbau wurde dann zwischen dem 23. April und dem 2. Mai 1945 durch das intensive Artilleriefeuer zerstört, das während der Schlacht um Berlin pausenlos auf dem Areal der Reichskanzlei lag.