Biografien

Ambrosi, Gustinus

* 24.02.1893 in Eisenstadt (Burgenland, Österreich)
† 01.07.1975 in Wien
Bildhauer, Dichter, Philosoph.

Ambrosi wurde am 24. Februar 1893 in Eisenstadt im österreichischen Burgenland geboren. In seinem 7. Lebensjahr verlor er sein Gehör und blieb fortan taub. Ambrosi schuf bereits mit 15 Jahren sein erstes berühmtes Werk „Der Mann mit dem gebrochenen Genick“. Sein Frühwerk wird durch seinen Lehrer, Edmund von Hellmer, gekennzeichnet. Bereits im Alter von 20 Jahren erhält er 1913 von Kaiser Franz Josef im Wiener Prater ein Staatsatelier. Er lebte und arbeitete überwiegend in Wien, schuf über 2.500 Skulpturen, Kolossalplastiken und Gruppen. Ambrosi war ein überaus erfolgreicher Porträtist mit über 600 Porträtbüsten (u.a. von Stefan Zweig, R.M. Rilke, A. Wildgans, F. Nietzsche, A. Strindberg, G. Hauptmann, K. Renner, T. Körner, A. Schärf, J. Raab, L. Figl, O. Helmer, Pius XII.). Stilistisch war er der Rodin-Nachfolge verpflichtet und verfolgte monumental-klassische Ideale, die teilweise pathetisch überzogen wirken. Von ihm stammen auch lyrische Werke, wie „Die Sonette an Gott“ (1923); „Einer Toten“ (1937) und „Das Buch der Einschau“ (1960). Er beging am 1. Juli 1975 in Wien Selbstmord.